?>
    
Aufklärung


Den Hund artgerecht ernähren heisst:


Der Fleischanteil vom Hundefutter muss der grösste Bestandteil sein. Weil der Hund ein Fleischfresser ist und Fleisch am besten verdauen kann (Enzyme). Er kann pflanzliche Füllstoffe schlecht verdauen (Blähungen).

Viele Trockenfutter haben nur 4% (die ganz Billigen) bis max. 30% Fleischanteil.

Wieviel Fleisch hat Ihr Hundefutter? Bitte nachschauen!  Ein Futtersack im Laden schreibt über sich auf der Packung: Reich an Lamm und Reis und im Kleingedruckten heisst es dann 19% Lamm. Was sind wohl die anderen 81%??? Wenn nicht klar deklariert siehe Buchtipp – ganz nach unten scrollen.

Sämis Futter hat 60% Fleisch drin das auch für die menschliche Ernährung zugelassen ist. Das Fleisch ist durch Dampfgarung in der Dose haltbar gemacht.
Es ist kein Tiermehl enthalten und deshalb stinkt Sämi auch nicht – weder aus Fell noch aus dem Maul.

Sämis Dosennahrung ist ausgewogen – es ist alles drin. Ausgenommen Chemie.


Obwohl der Tiernahrungssektor ein stark bekämpfter Markt ist, hat das einen nur langsamen Einfluss auf die Besserung der Qualität. Ein grosser Teil der  Tiernahrungshersteller verfahren nach dem Motto «Es darf nicht sichtbar schaden» – vom Nutzen ist noch lange nicht die Rede. Ich bin überzeugt davon, dass gut 85% der Erkrankungen der Heimtiere direkt ernährungsbedingt sind oder zumindest auch mit mangelnder Ernährung zusammenhängen. Wie aber soll man die gute von der schlechten Tiernahrung unterscheiden?

Ein erster Hinweis ist die Deklaration. Als mengenmässiger Hauptbestandteil sollte Fleisch enthalten sein, denn der Hund ist nun mal ein Fleischfresser. Weiterhin sind pflanzliche Stoffe (z. B. Getreide) und Öle und Fette enthalten. Zusatzstoffe wie Vitamine, Mineralien und Spurenelemente sollten nicht fehlen.

Da Fleisch vom Hund am besten verdaut wird, sollte es wie gesagt im Futter überwiegen. Allerdings soll der Rohproteingehalt (Rohprotein = Eiweiß, aus Fleisch oder Pflanzen) bei normaler Leistung und mittelgrossem Hund um die 23 % liegen. Kleine Hunde, sehr aktive Hunde und wachsende Hunde brauchen mehr; grosse Hunde, Senioren, sensible oder übergewichtige Hunde brauchen weniger Eiweiss. Hier kommt es vor allen Dingen auf die Qualität an. Ob Lammfleisch oder Kadavermehl oder Schuhsohlen: In der chemischen Analyse ergibt das alles Eiweiss und in der Deklaration könnte stehen: «Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse». So hätten Sie keine Möglichkeit, festzustellen, ob tatsächlich Lammfleisch oder nur die alte Schuhsohle im Futter enthalten ist. Allerdings ist wohl klar, dass die Verdaulichkeit von Lammfleisch eine andere ist, als die der alten Schuhsohle ( sind Schuhsohlen enthalten, darf der Rohproteingehalt ruhig höher sein, die sind sowieso nicht verdaulich ...). Und das sieht man dann auch am Hund. Ob glänzendes Fell und gesunde Kondition oder «Struppi» mit tränenden Augen und Megablähungen – alles eine Frage der Ernährung. Wir sind also darauf angewiesen, dass der Hersteller klar definiert, woraus die Tiernahrung besteht. Deklariert er geschlossen, so lesen Sie lediglich die Standardformel «Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse». Vermutlich möchte dieser Hersteller lieber nicht genau mitteilen, was im Futter drin ist. Hersteller, die offen deklarieren, möchten mit den guten Inhaltsstoffen auch werben. Das liest sich dann wie z. B. «Lammfleisch» oder «Truthahn mind. 30 %». Während «mit Lammfleisch» lediglich aussagt, dass mindestens 3 % Lammfleisch enthalten sein müssen; eine Schummelaussage.

Am hochwertigsten ist Wild, Lamm oder Truthahn bzw. Geflügel. Lamm ist hochwertiger als Geflügel, Geflügel aber leichter zu verdauen. Daraus folgt: Bei «Allergie» nimmt man Lamm, bei Verdauungsempfindlichkeiten Geflügel.

Rindfleisch ist zwar als Eiweißssquelle hochwertig, enthält aber viele Allergene, weshalb hier die Gefahr der allergischen Reaktion sensibler Tiere am grössten ist. Für einen gesunden kernigen Hund ist Rindfleisch aber eine hervorragende Nahrungsquelle. Leider nehmen die Empfindlichkeiten auch bei Tieren ständig zu.

Was passiert bei Eiweissmangel?
Eiweissmangel äussert sich in schlechtem Fell, Hautinfektionen, Infektionskrankheiten, Durchfall und Parasitenbefall, weil das Allgemeinbefinden des Hundes insgesamt leidet. Bei Welpen merkt man es meist daran, dass sie träge und ohne jegliches Temperament sind. Auch zeigt sich ein verminderter Wachstum bei jungen Hunden. Beim älteren Hund hingegen zeigt sich ein deutlicher Leistungs-Nachlass, er wirkt träge bis apathisch. Hündinnen haben meist zuwenig Milch.

Was passiert bei zuviel Eiweiss?
Füttern wir unserem Hund zuviel Eiweiss wandelt der Körper dies in Fett um und speichert es in Depots. Daneben wird der überflüssige Stickstoff, der von den dann nicht benötigten Aminosäuren kommt, in der Leber in Ammoniak umgewandelt. Dieses Ammoniak wird wiederum in Harnstoff umgebaut und über die Niere ausgeschieden. Dadurch wird die Niere stärker mit giftigen Abbauprodukten belastet, was bei einem Hund mit Nierenschäden zu Problemen führen kann. Hier ist es besonders wichtig auf die Qualität der Proteinquelle zu achten, da hochwertigeres Eiweiss den Stoffwechsel und damit auch den Abbau nicht zu sehr belastet. Ein weiteres Zeichen für eine Ueberdosierung kann Juckreiz sein, dies kann allerdings auch bedingt durch die Art der Eiweissquelle sein und muss nicht unbedingt an der Menge des Eiweiss liegen.


Wie Sie zu optimalen Prozenten an Eisweiss (Rohproteinen) kommen?
Ganz einfach: ernähren Sie Ihren Hund mit der gleichen Nahrung die Sämi bekommt. Jetzt ist doch der Zeitpunkt für ein Testfressen
gekommen: 079 445 32 40 (Testfressen ganze Deutschschweiz).
Ich freue mich auf Ihren Anruf!

Wieviel Fleischanteil hat Ihr Hundefutter?
Das steht im Kleingedruckten auf Ihrer Hundefutterpackung. Da sind auch die E-Konservierungsstoffe zu lesen. Siehe Navigation E-Konservierungsstoffe auf dieser Website.


Die pflanzlichen Bestandteile der Hundenahrung beinhalten alternative Eiweisse, Vitamine und vieles mehr, doch kann der Hund pflanzliche Nahrung nicht ohne weiteres Verdauen, ihm fehlen die Enzyme. Folglich müssen wir dem Hund die pflanzlichen Nahrungsbestandteile vorverdaut anbieten. Im Kuhmagen z. B haben die kuheigenen Enzyme diese Vorverdauung schon geleistet. Den Nahrungsbrei im Kuhmagen kann der Hund also gut verdauen (z. B. grüner Pansen – Hauptnahrungquelle der Raubtiere sind Pflanzenfresser mit Magen und Darminhalt). Die Industrie hat verschiedene Verfahren entwickelt, um die pflanzlichen Nahrungsbestandteile für Hunde verdaulich zu machen. Die einfachste Methode ist das Quetschen. Dabei werden z. B. Getreidekörner roh gequetscht und erlangen so eine Verdaulichkeit von ca. 35 % für den Hund. Zwar ein günstiges Verfahren, doch 35 % sind nicht viel. Ein Großteil der guten Inhaltsstoffe kommen dem Hund gar nicht zu Gute und verlassen den Hund unverdaut in einer meist nicht so schönen Form: übelriechende Haufen, die in Konsistenz und Geruch mehr an Kuhfladen erinnern.


Besser sind die sogenannten Flocken. Hierbei wird das Getreide platt gewalzt. Oder gepufft. Geschieht das im Zusammenspiel mit heissem Dampf, so erreicht man schon respektable 65 % Verdaulichkeit für Hunde. Schon besser, die Haufen werden kleiner und es soll Hunde geben, die damit klar kommen. Aber bis zur «Hundewurst» ist's noch weit. Pflanzliche Nahrung sollte für den Hund zumindest «gebacken» (ca. 80 % Verdaulichkeit) oder am besten «extrudiert» sein. Dieses Verarbeitungsverfahren ergibt eine Verdaulichkeit von über 90 % und so kann der Hund die guten Inhaltsstoffe der Nahrung auch nutzen.

Öle und Fette sind wichtig für den Stoffwechsel und wirken z. B. auf Haut und Fell. Als hochwertiges Fett (mehrfach ungesättigte Fettsäuren) ist z. B. Geflügelfett oder gar Lammfett im Futter enthalten. Aber auch die hochwertigen Omega-3-Fettsäuren (z. B. aus Leinsamen) oder Omega-6-Fettsäuren ( z. B. aus Fisch, oft Lachs) sind für den Stoffwechsel sehr nützlich. Billige, gesättigte Fettsäuren nützen dem Stoffwechsel wenig, Sie werden von der Leber gleich in die Fettdepots (Fettzellen) geschickt. Ist also im Futter hochwertiges Fett (Öle) enthalten, darfs gerne etwas mehr sein; billiges Fett macht nur dick.

Vitamine, Mineralien und Spurenelemente sind in den Bestandteilen der Nahrung im besten Falle schon vielfältig vorhanden. Als natürliche Bestandteile im Fleisch oder Getreide ist die Verdaulichkeit am größten (siehe Lammfleisch / Schuhsohle). Oftmals reicht das aber noch nicht ganz aus, gerade bei Qualitativ nicht so hochwertiger Nahrung. Leider wird bei den nicht so hochwertigen Produkten auch das wenigste zugesetzt. Die Liste reicht von zwei zugesetzten Stoffen bis hin zu zwanzig.

Trockenfutter bräuchte eigentlich nicht konserviert zu werden, da die Restfeuchtigkeit unter 10 % liegt. Aber die Fette, die nachträglich auf das Futter aufgesprüht werden (so ist's am schmackhaftesten), würden im Geschäft bei warmen Wetter schon nach kurzer Zeit ranzig werden. Also kommt das Industrie-Hundefutter an Konservierung nicht vorbei. Wer anderes behauptet, lügt schlichtweg oder hat keine Fette im Futter. Beides nicht so nett.

Konservieren kann man z. B. mit Ethoxyquin (E 324 – nicht in Lebensmitteln erlaubt ), einer sehr effektiven und darum billigen Chemikalie. Nach diversen Horrormeldungen aus der englischen Hundewelt fühlte sich der weltgrößte Hersteller von Ethoxyquin (Monsanto) genötigt, eigene Studien zur Giftigkeit dieser Chemikalie durchzuführen, um anschließend mit den Studien zu belegen, dass bestimmte Mengen nicht überschritten werden sollten, weil sonst pathologische (krankhafte) Leberschäden entstehen. So wollte Monsanto sich absichern, dass dem Konzern nicht die schweren Folgen angelastet werden können. Dumm nur, dass schon bei einer Überdosierung von nur 30 ppm (parts per million – entspricht einem millionstel Teilchen, also auf 1 kg ein tausendstel Gramm – Fliegendreck wiegt mehr) die Leberschäden auftreten. Das kann leicht passieren bei Hunden mit großer Futteraufnahme/Verwertung wie z. B. großen Rüden, laktierenden Hündinnen o. ä.. Gemessen wurde das Ganze natürlich an Beaglen (Sämi hat einen apathischen Hundekumpel aus dem Labor) in Laborhaltung. Diese armen Kreaturen mussten ihr Leben lassen für billiges Futter. Wie die Auswirkungen von Ethoxyquin bei normal-aktiven oder sportlichen Hunden sind, lässt sich erahnen.

Etwas ungefährlicher ist die Konservierung mit BHA / BHT. Beides von der EU zugelassene Konservierungsmittel, die lange unter Verdacht standen, beim sensiblen Tier Allergien auszulösen. Der Verdacht ist vom Tisch, die allergieauslösende Wirkung wurde bestätigt (Tiermedizinische Universität Hannover). Trotzdem sind BHT / BHA heutzutage die meist verwendeten Konservierungsmittel in Hunde-Trockennahrung; in der Deklaration elegant umschrieben als «Konservierungsmittel laut EG-Richtlinie».

BHA (Butylhydroxyanisol) = E 320 / BHT (Butylhydroxytoluol) = E 321: «Im Tierversuch traten Veränderungen am Immunsystem, der Schilddrüse und der Leber auf. Der Stoff reichert sich im menschlichen Fettgewebe an und gelangt in den Fötus. Er ist als Allergieauslöser bekannt.»

ACHTUNG, ACHTUNG; viele von Tierärzten verordneten Spezialfutter für allergie-empfindliche Hunde enthalten BHA / BHT. Unwissenheit oder Arbeitsbeschaffung?

Gut wäre die Konservierung der Fette mit natürlichen Vitaminen, z. B. Vitamin C und besser noch Vitamin E (mit den Gamma-Tocopherolen des Vitamin E, sehr wirksame Freie-Radikale-Fänger: reichern sich nicht im Körper an). Auch chemisch erzeugtes Vitamin kann man benutzen, wenn auch die Wirksamkeit teilweise um ca. 30 % niedriger ist. Fazit: Spricht der Hersteller in der Deklaration oder Beschreibung des Futters erst gar nicht über die Konservierung, so weiß er wohl warum – und Sie dann hoffentlich auch. Wird dieses Thema in der Deklaration zum Thema, darf man hoffen. Doch Vorsicht, Aussagen wie: «Es werden keine chemischen Konservierungsmittel zugesetzt», taugen nichts. Es wird lediglich beteuert, dass der Hersteller nichts zusetzt. Die Fette können ja schon schwerst konserviert beim Hersteller angeliefert werden. Also zählt nur: «Es sind keine chemischen Konservierungsmittel im Futter enthalten». Und noch eins: Vitamine müssen bis zur Verarbeitung im Futter selbst konserviert werden, um nicht zu verderben. Das funktioniert in Gelatine gekapselt oder aber auch billigst mit: Ethoxyquin!

Was kann man tun?

Tolle Konzepte auf buntem Papier finden sich oftmals in der Deklaration auf dem Futtersack nicht wieder. Lassen Sie sich nicht von Trends oder einfachen Verkäuferaussagen «Unser Bestes»  davon abbringen, genau nachzufragen, WARUM dieses oder jenes Futter so gut ist. Und überprüfen Sie die Aussagen immer nach oben genannten Kriterien. Lassen Sie sich die Deklaration des Futters erklären. Kann der Verkäufer das nicht zufriedenstellend, sind Sie im falschen Geschäft. Kaufen Sie Tiernahrung nicht im Supermarkt (das geht nach hinten los, siehe oben).

Achten Sie auf die Konservierung des Futters (bei einem der letzten Futtertests hatte z. B. ......* immer noch Ethoxyquin im Futter ...) und meiden Sie Firmen, die im Labor Tiere quälen, um ihr Futter zu testen (aktuell: Der ........ * / ....*-Skandal ), das muss nun wirklich nicht sein!

Auch wenn Sie meinen, Ihr Hund kommt mit seiner Nahrung gut zurecht, nachdem Sie z. B. das Futter gewechselt haben: Vielfach sind Sie vom ganz schlechtem nur beim mäßigen Futter gelandet. Gutes Futter erkennt man am glänzenden Fell ohne Schuppen (wie frisch geölt – also wirklich fettig). Kratzen, Leckekzeme, offene Stellen oder fehlender Haarwuchs sowie ständiges Haaren, schlechter Geruch aus Fell oder Maul, Rötungen der Haut, erst recht Blähungen können deutliche Anzeichen für schlechte Nahrung sein.


Sämi meint: Herrchen informiert Sie gerne über die Inhaltsstoffe und Nährstoffanalysen meiner Hundenahrung. Diese Produkte sind möglichst Naturbelassen.



Tel. 044 710 59 85

Carlo Bolliger




Aufgrund der hohen Erkrankungsrate der Hundepopulation aktueller den je:



3 Buchtipps für alle die ganz genau wissen wollen was drin ist im Fertigfutter für Hunde und Katzen.

Die Entscheidungshilfe, wenns um die Wahl des Tierfutters geht –
ob mit oder ohne Chemie (ohne = Sämis Hunde-Menus)

Autor: Hans-Ulrich Grimm
Titel: Katzen würden Mäuse kaufen (Schwarzbuch Tierfutter)



ISBN-Titel 551/06049 Printausgabe ca. Fr. 32.50 (versandbereit)
Erscheinungsdatum: lieferbar
Verlag: Deuticke      www.books.ch bei ORELL FüSSLI AG, Zürch



Klaus Dieter Kammerer
Der Jahrtausendirrtum der Veterinärmedizin
Kompendium mit 160 Seiten, 35 Abbildungen, 3 Tabellen
und 230 Literaturangaben, 2. Auflage, © 2002,
ISBN 9807236-0-7, Euro 27,50
da Printausgabe vergriffen, Lieferung auf CD-Rom im PDF-Format
Euro 27,50  porto- und verpackungsfrei.

 

Neuerscheinung im Frühjahr 2008

Klaus Dieter Kammerer

Der Petfood-Thriller

Tatsachen-Krimi mit 150 Seiten, 55 Abbildungen und 5 Tabellen,

1. Auflage, © 2008, ISBN 3-9807236-5-8, Euro 12,50

Lieferung auf CD-Rom im PDF-Format, porto- und verpackungsfrei.

 

 

*Namensnennungen in den obenstehenden Büchern.